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	<title>Verbrauchermagazin.info</title>
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		<title>Onlineshops locken mit Versandpauschalen für ein Jahr: Flatrates mit Haken und Ösen</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 17:06:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Einmal Versandkosten bezahlen - und ein Jahr lang nach Herzenslust bestellen. Mit diesem Versprechen fesseln immer mehr Onlineshops ihre Kunden. Doch die Flatrates rechnen sich längst nicht für jeden, warnt die Verbraucherzentrale NRW. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einmal Versandkosten bezahlen &#8211; und ein Jahr lang nach Herzenslust  bestellen. Mit diesem Versprechen fesseln immer mehr Onlineshops ihre  Kunden. Doch die Flatrates rechnen sich längst nicht für jeden, warnt  die Verbraucherzentrale NRW.</p>
<p>Versandkosten sind kaum noch durchschaubar. Ungezählte Internetläden  berechnen sie nach eigenem Gusto: mal nach Menge oder Gewicht, mal nach  der Zahlweise des Kunden (Vorkasse oder Nachnahme) oder nach den  Ausmaßen der Ware. So kann etwa die Verschickung einer Waschmaschine  gratis erfolgen oder aber mit bis zu 50 Euro zu Buche schlagen.</p>
<p>Gegen diesen Preisdschungel sollen neuerdings Flatrates helfen. Immer  mehr Onlineshops liefern ihre Produkte zum einmal jährlich zu  entrichtenden pauschalen Einheitspreis: egal, ob sie DVDs oder Kleidung,  Autoteile oder Spreewaldgurken verhökern.</p>
<p>Dick im Flatrate-Geschäft ist der Onlinehändler Amazon. Kunden zahlen  für &#8220;Amazon Prime&#8221; 29 Euro &#8211; und können in der Folge für ein Jahr Pakete  empfangen. Eingeschlossen sind die Bestellungen von &#8220;bis zu 4 weiteren  Personen aus einem Haushalt&#8221;.</p>
<p>Doch Obacht. Was die Kundenbindung fördern und den Umsatz weiter  ankurbeln soll, wird für Verbraucher zum Rechenexempel. Denn bei vielen  Produkten, etwa Büchern oder Blu-Rays, fallen bei Amazon überhaupt keine  Versandkosten an. Für andere Bestellungen, etwa CDs und DVDs, PC-Spiele  und Technikartikel, zahlt der Kunde nur bei Bestellungen unter 20 Euro  Portokosten von jeweils drei Euro. Prime-Kunden müssten also schon zehn  dieser Billigartikel kaufen, um mit der Flatrate ihren ersten Euro zu  sparen.</p>
<p>Manko zudem: Für viele Einkäufe gilt die Prime-Flatrate nicht. Außen vor  bleiben etwa Geschäfte im so genannten Marketplace, wenn  Kooperationshändler nicht direkt über Amazon liefern. Weiterhin  Versandkosten berappen muss auch, wer seine Lieferadresse im Ausland  hat. Mit jeweils fünf Euro zusätzlich dabei sind Prime-Kunden, die  Eil-Lieferungen per Overnight-Express (bis zwölf Uhr des nächsten Tages)  benötigen.</p>
<p>Schneller rechnet sich da die 15-Euro-Flatrate des Versandhauses Baur.  Schon mit der dritten &#8220;Normallieferung&#8221; (jeweils für 5,95 Euro) binnen  eines Jahres sind Baur-Kunden im Plus. &#8220;Selbst Aufschläge für große und  sperrige Artikel fallen komplett weg&#8221;, verspricht das Unternehmen. Wer  also einen Fernseher oder ein Sofa ordert, zahlt schon beim ersten Mal  mit Flatrate deutlich weniger: der bekommt seine Lieferung für 15 statt  25,90 Euro &#8211; und kann ein weiteres Jahr versandkostenfrei einkaufen.</p>
<p>Doch auch hier umfasst die Pauschale nicht alles: Eilige und punktgenaue  Lieferung, sprich Aufschläge für 24-Stunden-Service und Wunschtermin  sind  weiterhin zu entrichten. Zudem sind Sammelbesteller, die mehr als  fünf Prozent Provision erhalten, von der Baur-Flatrate ausgenommen.</p>
<p>Amazon und Baur sind nicht allein. Auch Konkurrenten wie Otto, Tchibo  und Neckermann haben bereits erste Testerfahrungen mit Versandpauschalen  gesammelt und grübeln derzeit über ein Angebot.</p>
<p>Schon weiter sind da einige Spezialversender. Wer sich beispielsweise  bei Spielekiosk.de mit PC-Games und -Zubehör eindecken will und die  Flatrate für 29,99 Euro in Anspruch nimmt, spart bei herkömmlichen  Versandkosten von 5,99 Euro mit der sechsten Bestellung die ersten  Euros. Obendrauf kommen allerdings, anders als bei Baur, Kosten &#8220;für  Speditionsversand&#8221;. Zudem kassiert der Shop extra für harte und  schlüpfrige &#8220;ab 18 Bestellungen&#8221;.</p>
<p>Nachnahmegebühren (4,50 Euro) und Zustellentgelte (2 Euro) an den  Paketdienst sind für Autoersatzteile von Akf-Shop.de extra zu  entrichten. Für Normalbesteller lohnt die 29 Euro teure Flatrate ab der  fünften Order, vorausgesetzt sie liegt unter 100 Euro. Ab dieser  Bestellsumme nämlich sind Lieferungen des Akf-Shop stets kostenlos.</p>
<p>Auch wer Gurken bei Spreewald-Praesente.de ordert, den soll eine  Flatrate von 29 Euro zum Dauerschlemmer machen. Kunden müssen jedoch  eine Lieferadresse in Deutschland benennen, ebenso wie  Putzfimmel-Verdächtige, die sich für jährlich 17,50 Euro ihre  Topfreinigungs-Mittel regelmäßig bei anti-oxydim.de beschaffen.<br />
Für alle Flatrates gilt der Rat der Verbraucherzentrale: Allein wer  heute schon weiß, wie viel er im nächsten Jahr mindestens ordern will,  wer auf Haken und Ösen achtet, kann mit Versandkosten-Flatrates sparen.</p>
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		<title>Angebote aus Prospekten von Media Markt und Saturn oft schwer vergleichbar und im Netz nicht zu finden</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 17:12:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zur Kaufentscheidung gehört für kritische Verbraucher stets auch der Preisvergleich, gerade bei Technik-Produkten wie Waschmaschine und TV. Doch wer vorgebliche Schnäppchen aus massenhaft von Elektroketten verteilten Prospekten mittels Preissuchmaschinen überprüfen will, stößt dabei oftmals auf merkwürdige Barrieren. Das zeigt eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Kaufentscheidung gehört für kritische Verbraucher stets auch der  Preisvergleich, gerade bei Technik-Produkten wie Waschmaschine und TV.  Doch wer vorgebliche Schnäppchen aus massenhaft von Elektroketten  verteilten Prospekten mittels Preissuchmaschinen überprüfen will, stößt  dabei oftmals auf merkwürdige Barrieren. Das zeigt eine Stichprobe der  Verbraucherzentrale NRW.</p>
<p>Mit tollen Angeboten per Werbeprospekt überschütten Elektroketten wie  Saturn und MediaMarkt Woche für Woche die Haushalte der Verbraucher.  Groß angepriesen werden darin &#8220;Preisknüller&#8221; wie LCD-TV und  Digitalkamera, wie Toaster und Waschmaschine.</p>
<p>Werbung und Wirklichkeit &#8211; die trennen clevere Käufer heutzutage mit  Hilfe kostenloser Preissuchmaschinen im Internet. Die elektronischen  Helfer entlarven mit wenigen Klicks, ob ein Preis echt Top oder nur Flop  ist.</p>
<p>Doch seltsam: Beim Versuch, die Spezialofferten einzuordnen, stoßen die  Schnäppchenfinder immer wieder auf Merkwürdigkeiten, die den  Spar-Durchblick verhindern. Das jedenfalls belegt eine Stichprobe der  Verbraucherzentrale NRW. Die Tester nahmen rund zwei Dutzend  Werbebeilagen der Technik-Anbieter Saturn und MediaMarkt, sowie von  ProMarkt und Karstadt ins Visier. Der genaue Blick galt dabei vor allem  besonders stark hervorgehobenen Artikeln.</p>
<p>Rasch zeigte sich, dass bei rund einem Fünftel der Top-Listings (33  Geräte) trotz des Einsatzes mehrerer Suchmaschinen kein Preisvergleich  möglich war. Entweder hieß es: &#8220;keine Suchergebnisse&#8221; oder es fanden  sich ein, zwei Onlineshops, die allerdings die beworbenen Geräte zumeist  nicht kurzfristig liefern konnten.</p>
<p>Erklärbar war das immerhin bei knapp jedem Dritten der unvergleichlichen  Schnäppchen. Denn einige Annoncen lasen sich wie Arbeiten aus einem  PISA-Vergleichs-Test: mit Schreibfehlern und Auslassungen. So wurde etwa  ein AEG-Wäschetrockner &#8220;Lavatherm&#8221; zum &#8220;Lavertherm&#8221;, bei einem  Philips-TV wiederum fehlten Ziffern der Typbezeichnung. Der Fehlerteufel  schlug ebenso zu bei einem PC-Monitor von Acer sowie einem  Kaffeeautomaten von Siemens.</p>
<p>Doch es ging noch irritierender. Da wurden etwa &#8211; groß im Bild, aber mit  dürftigen Worten &#8211; ein &#8220;Exquisit Tisch-Gefrierschrank&#8221; oder ein  &#8220;Grundig 94 cm (37’’) LCD-TV&#8221; als Sonderangebote angepriesen. Weitere  Angaben über Baureihe, Typbezeichnung oder Modell: Fehlanzeige.</p>
<p>Solche preislich nicht überprüfbare Reklame schaltete neben Karstadt  auch ProMarkt. &#8220;Typenangaben werden in unseren Prospekten nicht erwähnt,  wenn sie aus unserer Sicht nicht relevant sind,&#8221; heißt es dazu lapidar  bei ProMarkt. So ein Satz erstaunt: Schließlich listet Grundig  37-Zoll-Fernseher, je nach Modell, zwischen rund 500 bis hin zu 2000  Euro.</p>
<p>Ein Rätsel in der Stichprobe ist auch das Phänomen des One-Hit-Wonder:  Groß beworbene Geräte gab´s allein im Prospekt; vollkommen ohne Ware  präsentierte sich dagegen  das  Internet mit seinen tausenden Shops.</p>
<p>Beispiele dafür: eine Hoover-Waschmaschine aus einem Saturn-Flyer, die  auch zwei Monate nach Reklame-Beginn nicht in Suchmaschinen auftauchte,  obwohl sie als &#8220;Neuheit&#8221; vom Hersteller ausgerufen wurde. Oder ein Navi  von Becker, das über Monate nicht den Weg in die Prospekte anderer  Händler fand und allein bei Saturn und MediaMarkt herumkurvte.</p>
<p>Der Hauch des Exklusiven umwehte ebenso Standlautsprecher der Marke  Canton für 749 Euro pro Stück. Das angebliche Saturn-Schnäppchen musste  über zehn Wochen keine Konkurrenz fürchten. Dennoch zahlten Käufer  drauf, die am Tag der Veröffentlichung zugriffen. Saturn selbst senkte  in dieser Spanne den Preis um 50 Euro.</p>
<p>Konkurrenzlose Offerten groß herausgestellt: zwei Drittel (21) aller  Schnäppchen in der Verbraucherzentralen-Stichprobe fielen unter diese  Kategorie. Saturn und MediaMarkt erklärten solche Merkwürdigkeiten zu  &#8220;Geschäftsinterna&#8221;. Die Pressestelle des ProMarkt wiederum verweist  darauf, dass einige Modellvarianten, etwa bei Waschmaschinen und  Notebooks, eigens für die Elektromarktkette gefertigt oder konfiguriert &#8211;  und &#8220;exklusiv&#8221; in eigenen Filialen verkauft werden. Ähnliche Auskünfte  erhielten die Tester der Verbraucherzentrale NRW auch in Filialen  anderer Ketten.</p>
<p>Immerhin kam es bei jedem zweiten Technikangebot im Test dazu, dass  die  Konkurrenz verzögert den Markt beschickte. Dabei sanken &#8211; wie zu  erwarten &#8211; zumeist auch die Preise. Für einen Mini-Camcorder von Cisco  beispielsweise, den MediaMarkt erst noch fast exklusiv für 199 Euro  inserierte, fanden sich zehn Wochen später 58 Einträge bei  Suchmaschinen. Der Preis war um gut ein Drittel gefallen. Weitere elf  Wochen darauf   gab´s den Camcorder sogar für nur knapp 114 Euro: Über  100 Anbieter balgten sich mittlerweile um die Kundschaft.</p>
<p>Gar mehr als 300 Euro ließen sich für geduldige Käufer bei einem  Kaffeeautomaten von Siemens sparen. Während Saturn als Alleinanbieter  das Modell im Prospekt für brühwarme 1099 Euro abfeierte, offerierten  Onlineshops den Kaffeebereiter zwei Monate später-  nun preislich  deutlich abgekühlt  &#8211; für weniger als 900 Euro. Ein noch höherer  preislicher Genuss erwartete schließlich diejenigen, die das  Siemens-Gerät &#8211; Wochen später &#8211; für schlappe 786 Euro in der  Preissuchmaschine fanden.</p>
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		<title>Pizza-Lieferdienste: Lauwarmer Service und gefakte Kräuterbutter</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 17:37:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Spontan Lust auf eine heiße Pizza oder auf Mini-Brötchen mit Kräuterbutter? Im Schnitt werden hungrige Kunden arg strapaziert, wenn sie auf "fast food" und einwandfreie Qualität der gelieferten Speisen von mobilen Pizza-Diensten setzen: Service oder die exakte Bezeichnung von angepriesenen Produkten lassen in vielen Fällen stark zu wünschen übrig. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spontan Lust auf eine heiße Pizza oder auf Mini-Brötchen mit  Kräuterbutter? Im Schnitt werden hungrige Kunden arg strapaziert, wenn  sie auf &#8220;fast food&#8221; und einwandfreie Qualität der gelieferten Speisen  von mobilen Pizza-Diensten setzen: Service oder die exakte Bezeichnung  von angepriesenen Produkten lassen in vielen Fällen stark zu wünschen  übrig. Zu diesem Schluss kommt die Verbraucherzentrale NRW bei 43 (oder  72 Prozent) von 60 Bestellungen, die sie im April bei 39 Lieferdiensten,  15 Restaurants und sechs Pizza-Ketten in den Städten Düsseldorf, Bonn  und Dortmund telefonisch aufgegeben hat.</p>
<p>Im Test wurde die Lieferung von Pizzen und Kräuterbutter zu einer  bestimmten Uhrzeit vereinbart. Die heiß ersehnte Ware sollte demnach von  den rollenden Diensten exakt nach einer dreiviertel Stunde geliefert  werden. Großzügig tolerierten die Tester hierbei auch eine Abweichung  von plus oder minus zehn Minuten. Fast jede vierte bestellte Pizza wurde  jedoch mehr als zehn Minuten zu spät oder zu früh gebracht. Ein  Pizza-Service stand erst nach nochmaliger Anfrage – also eine  geschlagene Stunde später zu den 45 Minuten Wartezeit – mit dem warmen  Pappkarton samt Pizzabrötchen vor der Tür.</p>
<p>Die Empfehlung der Verbraucherzentrale NRW: Um sicher zu sein, dass eine  Bestellung von warmen Speisen auch zur vereinbarten Zeit auf dem Teller  landet, sollten Kunden am besten am Telefon eine feste Zeit mit dem  Lieferanten vereinbaren und unmissverständlich klar machen, dass sie die  Bestellung bei unpünktlicher Lieferung nicht annehmen werden.</p>
<p>Ist die Pizza nicht warm genug, schmeckt sie nicht mehr. 65 Grad gelten  in der Gemeinschaftsverpflegung als empfohlene Mindesttemperatur bei  heiß zu haltenden Speisen. 24 Bringdienste (40 Prozent) patzten jedoch  in punkto Wärme: Die Temperatur ihres belegten Fladens lag unter 65  Grad. Für 36 Lieferanten war die ausreichende Warm- bzw. Heißhaltung  dagegen kein Problem – zehn Pizzen waren bei Ankunft sogar wärmer als 70  Grad; viermal kletterte das Messthermometer nach Eintreffen der  dampfenden Ware auf mehr als 80 Grad. Eher kalte Küche gab es dagegen  bei einer Pizza mit einer Liefertemperatur von gerade mal schlappen 41  Grad zu verzeichnen. Der unterm Strich lauwarme Service ist für Klaus  Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, der Kunden nicht  akzeptabel: &#8220;Ein Pizza-Dienst sollte seine Speisen pünktlich und heiß  liefern, sonst ist der Service mangelhaft.&#8221;</p>
<p>Besonders übel: Bei den mitgeorderten Pizzabrötchen mit Kräuterbutter  kamen die Konsumentenschützer einer Verbrauchertäuschung auf die Spur.  Im Labor gingen die Tester bei 53 Proben den Inhaltsstoffen des würzigen  Aufstrichs an die Substanz. Bei 22 Lieferungen (42 Prozent) hielt die  gelieferte Kräuterbutter nicht, was ihre Fett-Bezeichnung eigentlich  verspricht: nämlich reine Butter! Sechs der untersuchten Töpfchen wiesen  ein Fettsäuremuster auf, das auf die Verwendung von Margarine statt  Butter schließen ließ. Bei 16 Proben handelte es sich um einen Mix aus  Margarine und Butter. Verbraucherzentralen-Chef Müller: &#8220;Was auf einem  Speise- und Bestellplan angegeben ist, muss auch in der Lieferung  enthalten sein. Eine falsche Deklaration von Kräuterbutter ist nicht  hinnehmbar. Betreiber von Pizza-Diensten und -Restaurants dürfen keine  falsche Bezeichnung benutzen, nur weil sie besser klingt.&#8221; Müllers Tipp:  Kunden sollten darauf achten, dass sie sich nicht Margarine als Butter  vorsetzen lassen und bei vermuteter Täuschung die zuständige  Lebensmittelüberwachungsbehörde einschalten. Die Verbraucherzentrale NRW  geht hier mit gutem Vorbild voran und leitet die zu beanstandeten  Testergebnisse an die zuständige Überwachungsinstanz zur rechtlichen  Prüfung weiter.</p>
<p>Der Test zu Pizzadiensten wurde mit Mitteln des Ministeriums für Umwelt  und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes  Nordrhein-Westfalen durchgeführt.</p>
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		<title>Verbraucherzentrale NRW kippt Klausel: Bankentgelt für Überziehung unzulässig</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 16:58:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Drei Euro verlangte die Sparkasse Dortmund für eine so genannte Überziehungsbearbeitung. Die fielen laut Preisliste stets an, wenn Schecks, Wechsel oder Lastschriften nicht eingelöst wurden, weil sie zu einer Überziehung des Kontos über den eingeräumten Verfügungsrahmen hinaus geführt hätten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Drei Euro verlangte die Sparkasse Dortmund für eine so genannte  Überziehungsbearbeitung. Die fielen laut Preisliste stets an, wenn  Schecks, Wechsel oder Lastschriften nicht eingelöst wurden, weil sie zu  einer Überziehung des Kontos über den eingeräumten Verfügungsrahmen  hinaus geführt hätten.</p>
<p>Auf Klage der Verbraucherzentrale NRW urteilte das Oberlandesgericht  Hamm (Az: I-31 U 55/09), dass diese Klausel unzulässig sei. Der Grund:  Soweit die Bank tatsächlich eine Bearbeitung der eingehenden Aufträge  vornehme, treffe sie eine Kreditentscheidung, wenn der eingeräumte  Verfügungsrahmen nicht ausreiche. Eine solche Kreditentscheidung sei  jedoch nicht entgeltfähig, weil sie alleine im Interesse der Sparkasse  Dortmund erfolge.</p>
<div id="attachment_16" class="wp-caption aligncenter" style="width: 575px"><a rel="attachment wp-att-16" href="http://www.verbrauchermagazin.info/2010/05/05/verbraucherzentrale-nrw-kippt-klausel-bankentgelt-fur-uberziehung-unzulassig/gesetze/"><img class="size-full wp-image-16" title="Gesetze" src="http://www.verbrauchermagazin.info/wp-content/uploads/2010/06/Gesetze.gif" alt="" width="565" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Die Verbraucherzentrale rät Betroffenen, die Bearbeitungsgebühr für nicht genehmigte Überziehungen zurückzufordern.</p></div>
<p>Die von der Sparkasse Dortmund eingelegte Revision gegen das Urteil  wurde nun von ihr zurückgenommen. Somit ist der Spruch des  Oberlandesgerichts Hamm rechtskräftig.</p>
<p>Die Verbraucherzentrale NRW geht davon aus, dass eine Vielzahl von  Geldinstituten ähnliche Gebühren verlangt. Die Commerzbank verlangt sogar 5 Euro. Wer als Kunde davon betroffen  ist, sollte solche Entgelte nicht zahlen. Sollte dies bereits erfolgt  sein, können die Verbraucher – mit Verweis auf das Urteil –  entsprechende Entgelte zurückfordern.</p>
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		<title>WDR-Sendung Kriminalreport deckt massive Mängel im Sicherheitssystem der deutschen Geldinstitute auf</title>
		<link>http://www.verbrauchermagazin.info/2010/05/02/wdr-sendung-kriminalreport-deckt-massive-mangel-im-sicherheitssystem-der-deutschen-geldinstitute-auf/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 11:49:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Betrügern wird es leicht gemacht, an fremde EC-Karten inklusive PIN zu kommen. Das berichtet die WDR-Sendung “Kriminalreport” am kommenden Montag, 03.05.2010, um 20.15 Uhr im WDR Fernehen. Wer jemals ein Problem mit unberechtigten Abhebungen per EC-Karte hatte, weiß, wie hochnäsig die Banken reagieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Betrügern wird es leicht gemacht, an fremde EC-Karten inklusive PIN   zu kommen. Das berichtet die WDR-Sendung “Kriminalreport” am kommenden   Montag, 03.05.2010, um 20.15 Uhr im WDR Fernehen.</p>
<p>Datenschützer  kritisieren seit langem, dass über das Internet  Adressen und  Kontoverbindungen ahnungsloser Bankkunden gekauft werden  können. Vor  diesem Hintergrund hat die WDR-Redaktion “Kriminalreport”  einen  möglichen Betrugsfall durchgespielt und dadurch eine  Sicherheitslücke  aufgedeckt:</p>
<p>Ein Lockvogel hat unter dem Namen eines anderen  Bankkunden bei  Servicecentern von Banken angerufen, um einen  Wohnortwechsel zu melden.  Dieser Anruf wurde bei den 10 größten  deutschen Kreditinstituten  getätigt: Bei der Hälfte reicht für einen  solchen Vorgang ein formloses  Schreiben. Mit diesem Brief wird dann  gleichzeitig eine neue EC-Karte  bestellt. Das Antwortschreiben der Bank  lag sieben Tage später  inklusive neuer PIN im Briefkasten der  Scheinadresse, die der Lockvogel  angegebenen hatte.</p>
<p>Markus a  Campo, Experte für Bankensicherheit, kritisiert, dass im   Technologiezeitalter bei vielen Geldinstituten ein   Unterschriftenvergleich als Legitimation ausreicht. Der Test des   WDR-Kriminalreport zeigt, dass dieses Verfahren nicht funktioniert. Die   von den hinterlegten Unterschriften abweichenden Fälschungen wurden als   solche nicht erkannt.</p>
<p>Das ARD-Magazin Plusminus hatte über diese  Schwachstelle bereits vor  anderthalb Jahren berichtet. Die Banken scheinen nicht dazulernen zu wollen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Verbraucherzentrale NRW warnt vor neuartigen Onlineauktionen: Zockerei um Schnäppchen</title>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 11:45:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnisauktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Glücksspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Internetauktionen]]></category>
		<category><![CDATA[kostenpflichtige Gebote]]></category>
		<category><![CDATA[Online Auktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Verlustrisiko]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer mehr Online-Auktionsportale locken mit neuen "Erlebnisauktionen". Viele Lifestyleartikel sowie Trend-Elektronik ließen sich dort laut Werbung mit "bis zu 96 Prozent Preisnachlass"ersteigern. Doch die Verbraucherzentrale NRW warnt vor einer Art Glücksspiel mit hohem Verlustrisiko.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als &#8220;erste Adresse für Schnäppchen&#8221; feiert sich Dealstreet. Per Fernsehwerbung buhlt auch Snipster um Kunden. Die Devise: &#8220;Cool bleiben, clever bieten, sensationell sparen&#8221;. Ein Apple &#8220;iPhone&#8221;-Handy für 50 Euro, ein Full-HD-TV im Großformat für 80 Euro oder eine Xbox für 17 Euro sind als Endpreise keine Seltenheit.</p>
<p>So genannte Live- und Cent-auktionen sind der neueste Trend im eCommerce: bei Swoopo und Idasworld, bei Hammerdeal und Vipauktion sowie unter Dutzenden anderer Namen. Einzelne Auktionshäuser wie Swoopo berufen sich mittlerweile auf mehr als 2,5 Millionen registrierte Nutzer. Monatlich würden dort 10.000 Produkte, überwiegend Technik, versteigert.</p>
<p>Der entscheidende Unterschied zu üblichen Einkaufs- und Versteigerungsportalen wie etwa eBay: Während bei den Internet-Klassikern das Bieten kostenlos ist, kassieren die Neulinge für jedes Gebot ab: mal 10 Cent, meistens jedoch 50 Cent.</p>
<p>Vor allem zwei Arten sind dabei beliebt. Da ist zum einen das Erraten des niedrigsten Preises. Ein Beispiel: Während eines festgelegten Zeitraums von meist wenigen Tagen können Kaufgebote für einen 150 Euro teuren Computerdrucker abgegeben werden: auf den Cent genau. Erst am Ende der Auktion allerdings werden alle Gebote sichtbar. Gewinner ist nicht, wer den höchsten Preis eintippt, sondern vielmehr &#8220;der niedrigste Alleinbieter&#8221;.</p>
<p>Die Folge: Sobald auf eine Zahl, etwa &#8220;1 Cent&#8221;, ein zweites Gebot eingeht, ist diese Gewinnchance vertan. Auf diese Weise können Tausende Gebote ins Leere gehen, bis am Ende der Auktion &#8220;9,50 Euro&#8221; als alleinige niedrigste Gewinnzahl erscheint. Eine solches Euro-Roulette betreiben unter anderem Hammerdeal und Vipauktion.</p>
<p>Die andere, häufiger anzutreffende Versteigerungs-Variante: Mit jedem kostenpflichtigem Gebot steigen die Preise um einen oder zwei, um fünf oder zehn Cent. Der Meistbietende erhält den Zuschlag und zahlt den zumeist recht niedrigen Höchstpreis plus für jedes abgegebene Einzelgebot.</p>
<p>Vier Portale, die nach diesem Prinzip auf Kundenfang gehen, nahm die Verbraucherzentrale NRW genauer unter die Lupe: Dealstreet und Idasworld, Snipster und Swoopo.</p>
<p>Das Hinterhältige bei allen: Zwar wird das zeitliche Ende einer Auktion angekündigt, jedes Gebot jedoch verlängert den Schluss um bis zu 20 Sekunden. Obwohl Schnäppchenjägern bei Swoopo die Einblendung &#8220;Ende in wenigen Sekunden&#8221; entgegenflimmerte, konnte die Versteigerung noch über Stunden weiterlaufen.</p>
<p>Käufer werden so verführt, aufs angepeilte Produkt nicht nur einmal, sondern zehn-,oder auch 500-mal zu steigern. Sie können dafür umgerechnet fünf oder 250 Euro investieren &#8211; und dennoch leer ausgehen. So beobachteten etwa die Tester der Verbraucherzentrale, wie bei Dealstreet mehr als 700 Gebote auf ein Apple &#8220;iPhone&#8221; von einem einzigen Kunden abgegeben wurden; ein anderer Bieter mühte sich unglaubliche rund 1000-mal, um bei Swoopo ein Notebook zu ergattern.</p>
<p>Bei Swoopo entpuppte sich selbst so mancher Gewinner als Verlierer. Für einen &#8220;Black Glass Toaster&#8221;, der für 76,95 Euro direkt zu erwerben war, investierte ein Kunde letztlich 106,30 Euro. Ein anderer Pyrrhus-Jünger ließ sich für ein Navigationsgerät (Wert 213,95 Euro) insgesamt 290,40 Euro abluchsen.</p>
<p>Spielsüchtige sollten daher die Warnung von Betreiber Idasworld tunlichst ernst nehmen: &#8220;Ob Du willst oder nicht, wenn Du erst einmal an einer Live Auktion für ein traumhaftes Online Schnäppchen teilgenommen hast, dann willst Du einfach nicht mehr aufhören.&#8221; Geradezu oberdreist erscheint es, dass inzwischen automatische Biethilfen die obsessive Zockerei unterstützen.</p>
<p>Wenig verwundert es da: Die Geschäftsidee rechnet sich für die Betreiber. Denn die kassieren dank der Gebote-Flut oft deutlich mehr als den üblichen Produktpreis. Idasworld, Swoopo und Snipster etwa, rechneten die Düsseldorfer Verbraucherschützer aus, brachten es in der Spitze auf mehr als das Dreifache der gängigen Preise der versteigerten Notebooks und Spielekonsolen. Dealstreet schaffte als Einnahme bei einem Handy gar das<br />
Fünffache gegenüber dem eigenen Vergleichspreis.</p>
<p>Damit nicht genug. Scheinbar tröstlich ist es, wenn Portalbetreiber leer ausgegangenen Mitspielern, die verpassten Produkte zum Direktkauf anbieten &#8211; und dabei (Ausnahme Snipster) die verspielten Gebote-Euros anrechnen. Ein Gruseltipp für Schnäppchenjäger.</p>
<p>Das Ärgernis nämlich: Preisrecherchen per Suchmaschine entlarven die Angebote in der Regel nicht gerade als Knüller. Alle 40 von der Verbraucherzentrale verglichenen Direktkauf-Artikel jedenfalls waren teurer als bei der Online-Konkurrenz &#8211; und das oftmals deutlich. Beim Konsolenspiel Pro Evolution Soccer 2010 beispielsweise ließ sich gegenüber dem Dealstreet-Preis ein Drittel sparen, ein TV wiederum kostete bei Swoopo mit Versand satte 1015 Euro, wenige Klicks weiter dagegen nur 830 Euro.</p>
<p>So manche Merkwürdigkeit lässt sich auch in den Listen der beendeten Auktionen entdecken. Die Tester der Verbraucherzentrale staunten etwa bei Dealstreet darüber, dass Mitspieler dort immer wieder erfolglos gegen eine &#8220;Stahlmauer&#8221; gerannt waren. Jede Dritte von zwanzig aufeinanderfolgenden Auktionen ging an diesen User. Ein zweiter Zocker hatte mit einem Einsatz von insgesamt 82,80 Euro gleich neun Preise im Wert von 2238,70 Euro abgeräumt.</p>
<p>Ähnlich erfolgreiche Glückspilze gedeihen offenbar auch bei Snipster. Dort sackte User &#8220;Dickewurst&#8221; innerhalb weniger Wochen, laut Chronik, zehn Mal Waren im Gesamtwert von 3624 Euro ein: darunter je zweimal die Spielekonsolen Wii und Xbox 360.</p>
<p>Vielleicht sind es solche Beobachtungen, die einem Verbraucher in einem Internet-Forum die Erkenntnis schwanen lässt: &#8220;Der einzige Gegenwert für sein Entgelt von 50 Cent heißt: Entertainment.&#8221;</p>
<p>Presseerklärung der Verbraucherzentrale NRW</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kreditdatenklau: Banken müssen Kunden informieren</title>
		<link>http://www.verbrauchermagazin.info/2009/11/18/kreditdatenklau-banken-mussen-kunden-informieren/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 13:27:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Abrechnungsdienstleister]]></category>
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		<category><![CDATA[Verbraucherzentrale Bundesverband]]></category>
		<category><![CDATA[VISA]]></category>

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		<description><![CDATA[Banken müssen ihre Kunden schnellstmöglich informieren, ob deren Kreditkarten vom aktuellen Datenklau betroffen sind. Das fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Zudem müssten die Karten zügig ausgetauscht werden, wenn der Verdacht besteht, dass Daten an Unbefugte gelangt sind. Außerdem stünden die Banken in der Pflicht, für etwaige Schäden in jedem Einzelfall einzustehen. Nur so sei zu verhindern, dass das Vertrauen der Verbraucher insgesamt größeren Schaden nehme. "Aufklärung, Austausch und Ausgleich sind das Gebot der Stunde", so Manfred Westphal, Leiter des Fachbereichs Finanzdienstleistungen im vzbv.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kartenunternehmen VISA und Mastercard hatten die Kreditinstitute bereits vor vier Wochen darüber informiert, welche Karten betroffen sind. &#8220;Wer schon so lange über das Problem Bescheid weiß, sollte in der Lage sein, seine Kunden umfassend aufzuklären&#8221;, so Westphal. Die Banken müssten außerdem gewährleisten, dass den Betroffenen keine Schäden entstehen.</p>
<p>Von Abrechnungsdienstleistern fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband größte Sorgfalt bei der Auswahl und Kontrolle ihres Personals. Außerdem müsste sichergestellt sein, dass Abrechnungsserver nicht von Hackern geknackt werden können. Bei dem jüngst bekannt gewordene Datenklau handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen kriminellen Angriff auf Kreditkarteninformationen. Betroffen ist ein Abrechnungsdienstleister in Spanien, wo anscheinend entweder Mitarbeiter die sensiblen Daten entwendet haben oder Hacker sich von außen Zugang zu einem Server verschafft haben. Von den Sicherheitsbehörden verlangt der vzbv eine schnelle Aufklärung des Datenklaus.</p>
<p>Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht davon auszugehen, dass alle Banken ihre Kunden ausreichend informieren. Verbraucher sollten deshalb bei den Banken nachfragen, ob ihre Kreditkarte betroffen ist. Darüber hinaus ist es ganz wichtig, seine Abrechnungen genau zu kontrollieren. &#8220;Wenn sich auf den Auszügen nicht genehmigte Abbuchungen finden, sollten die Betroffenen von ihrer Bank umgehend fordern, die Beträge zu erstatten&#8221;, rät Westphal.</p>
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		<title>Weniger überschuldete Personen in Deutschland</title>
		<link>http://www.verbrauchermagazin.info/2009/11/04/weniger-uberschuldete-personen-in-deutschland/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 15:06:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jedes Jahr bringt Creditreform den Schuldenatlas heraus. Im Vergleich zum Vorjahr lassen sich Änderungen der Zahlen gut bewerten. Die gute Nachricht: 680.000 Personen weniger als im Vorjahr gelten als überschuldet.  Die schlechte Nachricht: 62.000 Personen mehr als im Vorjahr haben richtig Probleme.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zahl der überschuldeten Privatpersonen in Deutschland ist 2009 gegenüber dem Vorjahr um 680.000 Personen zurückgegangen. Für die gesamte Bundesrepublik wurde zum Stichtag 1. Oktober 2009 eine Schuldnerquote von 9,09 Prozent (2008: 10,11 Prozent) ermittelt. Damit sind 6,19 Millionen Personen über 18 Jahre überschuldet und weisen zumindest nachhaltige Zahlungsstörungen auf (2008: 6,87 Millionen Personen).</p>
<p>Überschuldung liegt vor, wenn ein Schuldner die Summe seiner fälligen Zahlungsverpflichtungen auch in absehbarer Zeit nicht begleichen kann und ihm weder Vermögen noch andere Kreditmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Kurz: Die zu leistenden monatlichen Gesamtausgaben übersteigen die Einnahmen.</p>
<p><strong>Krise kommt am Arbeitsmarkt noch nicht an</strong></p>
<p>Der aktuelle Rückgang der Schuldnerquote geht weitgehend auf drei Faktoren zurück: Erstens hat die schwere Wirtschaftskrise bislang zu einem nur moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Der Verlust der Beschäftigung als Hauptauslöser für Überschuldung wurde durch die massive Ausweitung der Kurzarbeit größtenteils verhindert. Zweitens hat der deutliche Rückgang bei den Energie-, Rohstoff- und Lebensmittelpreisen die Verbraucher entlastet. Durch die weitgehend stabile Einkommenssituation waren die Schuldner in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen und Schulden abzubauen. Schließlich sind die Verbraucher durch Sparen und Konsumverzicht weniger neue Kreditverpflichtungen eingegangen.</p>
<p><strong>Verschuldung jünger und weiblicher – strukturelle Überschuldung verstärkt sich</strong></p>
<p>Trotz des merklichen Rückgangs der Schuldnerzahl insgesamt verhärtet sich die Verschuldungsproblematik in einigen Teilbereichen. Während der Anteil der Männer an den überschuldeten Privatpersonen seit 2004 von 68,0 auf 65,6 Prozent zurückging, stieg der der Frauen um 2,4 Prozentpunkte auf 34,4 Prozent. 2009 waren 4,06 Millionen Personen männlichen (minus 0,39 Millionen gegenüber 2004) und 2,13 Millionen Personen weiblichen Geschlechts (plus 0,04 Millionen gegenüber 2004) überschuldet.</p>
<p>Auch in den Altersgruppen gibt es unterschiedliche Trends: So steigt die Zahl der jüngeren Personen (unter 20 Jahre), die überschuldet sind, deutlich. Zwischen 2004 und 2009 erhöhte sich deren Zahl um 75.000 auf 128.000 Betroffene. Von den 20-29 jährigen Einwohnern Deutschlands sind 1,21 Millionen überschuldet (Schuldnerquote: 9,81 Prozent). Das sind 223.000 Personen mehr als noch 2004.</p>
<p>Die aktuelle Abschwächung der Schuldenproblematik vollzieht sich allein bei Privatschuldnern, die nur wenige Überschuldungsindikatoren und Negativmerkmale aufweisen (minus 1,055 Millionen Personen gegenüber 2006). Dagegen erhöhte sich die Zahl derer, die zahlreiche Überschuldungskennzeichen und juristische Sachverhalte wie mehrere Inkassofälle, Privatinsolvenz oder Eidesstattliche Versicherung aufweisen, um 62.000 Betroffene.</p>
<p><strong>Ost und West gleichen sich an – Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen auf dem Podium</strong></p>
<p>Die Schuldnerquoten in Ost- und Westdeutschland haben sich 2009 zwanzig Jahre nach dem Mauerfall angeglichen. In den neuen Ländern ohne Berlin liegt die Schuldnerquote bei 9,08 Prozent (2008: 10,30 Prozent). 1,03 Millionen Ostdeutsche gelten damit als überschuldet. Im Westen Deutschlands sind 5,16 Millionen Personen betroffen. Die Schuldnerquote erreicht hier 9,10 Prozent (2008: 10,07 Prozent).</p>
<p>In allen Bundesländern kann für 2009 ein Rückgang der Schuldnerquoten verzeichnet werden. Die niedrigsten Schuldnerquoten weisen Bayern (6,72 Prozent; 2008: 7,28 Prozent), Baden-Württemberg (7,11 Prozent; 2008: 7,65 Prozent) und Sachsen (7,96 Prozent; 2008: 9,10 Prozent) auf. Am unteren Ende der Statistik finden sich Bremen (13,92 Prozent; 2008: 14,72 Prozent), Berlin (12,16 Prozent; 2008: 13,96 Prozent) und Sachsen-Anhalt (11,05 Prozent; 2008: 12,40 Prozent), wobei sich Berlin und Sachsen-Anhalt überdurchschnittlich verbessern.</p>
<p><strong>Deutschland steht (noch) gut da</strong></p>
<p>Die Verbraucherüberschuldung hat in den angelsächsischen Ländern infolge der Wirtschaftskrise anders als in Deutschland weiter zugenommen. Dies nicht zuletzt, da diese Volkswirtschaften stärker von der Finanz- und Immobilienkrise betroffen sind und mehr unter den Folgewirkungen wie einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen leiden. In den USA sind 2009 gut 38 Millionen Privatpersonen überschuldet (Schuldnerquote: 16,1 Prozent; 2008: 14,7 Prozent). Großbritannien verzeichnet einen Anstieg der Schuldnerquote von 10,4 auf 11,3 Prozent (5,5 Millionen überschuldete Personen).<br />
Ausblick: Überschuldung droht wieder zu steigen</p>
<p>In den kommenden zwei Jahren ist nicht mit einem weiteren Rückgang der Verbraucherüberschuldung zu rechnen. Im Gegenteil: Ein merklicher Anstieg der Arbeitslosenzahlen bis Ende 2010 und stagnierende Realeinkommen dürften die Auslöser für eine neuerliche Überschuldungsentwicklung sein.</p>
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